Titelbild BTTV Archiv)

Dem Turniersieger die einzige

Niederlage zugefügt, aber am Ende doch mit „leeren“ Händen abseits des Siegerpodests.

Sein letzter Fünfsatzfight verwehrte Nick Deng den Schritt zur Bayerischen Meisterschaft. Doch nicht genug des Dramas, es fehlte EIN Punkt um im Januar dabei zu sein. Es stand nach Sätzen 2:1 für Deng und 10:8 im Vierten, doch dieser letzte Punkt blieb ihm verwehrt und es musste der Entscheidungssatz herhalten, um den Sprung doch noch zur „Bayerischen“ zu machen. Da zu diesem Zeitpunkt die restlichen Spiele schon zu Ende waren, war es dann auch der letzte Satz des Turniers und es richteten sich alle Augen auf dieses Match.

Den „großen Wurf“ verpasst. Nick Deng scheitert im letzten Turnierspiel. (Foto BTTV)

Lag es am Nachlassen seiner Kräfte? Sein Gegner in der letzten Runde war ein gewisser Peter Angerer, in der Szene gefürchtet als „Gummiwand“. Gegen so eine Gummiwand zu spielen, wo man eine gefühlte Ewigkeit die Geduld und Nervenstärke in die Waagschale werfen muss, um einen Punkt zu erzielen, geht eben an die Physis. So war es dann von Deng nicht mehr zu vermeiden, dass am Ende ein 8:11 im Entscheidungssatz zu Buche stand.

Dem Turniersieger die einzige Niederlage zu zufügen, am Ende aber nicht auf dem Podest zu stehen, erging Nick Deng bereits beim Qualifikationsturnier (BTTV SW) in Peiting. Es sollte sich aber nachträglich nicht negativ bemerkbar machen, denn auf Grund seines QTTR`s bekam er einen Nachrückerplatz.

Nun beim Turnier in Putzbrunn, dem Verbandsranglistenturniers (BTTV Top 16) musste Deng bei 11 Spielen 5x über die volle Distanz gehen. Am ersten Tag hielten sich diese prozentual noch in Grenzen, es waren nur zwei bei sieben Runden. Das Einstiegsmatch und die Partie gegen den Turniersieger gingen über die volle Distanz. Am ersten Tag auf einen der vier VR-Plätze zu liegen und somit am Tag 2 um die Ränge 1-8 zu spielen war sein erklärtes Ziel, das er dann mit 4:3 Siegen und Platz 3 sich erfüllen konnte.

Der zweite Tag begann für Deng wie der erste Tag, er sah sich einem 0:2 Satzrückstand ausgesetzt, doch Deng zeigte Kampfgeist und fand dann immer mehr in die Partie und hatte am Ende mit 3:2 die Nase vorne. Die Dramaturgie daran, dass es am Ende des Tages der Spieler war, der im Endergebnis eben Platz 4 belegte. Es folgten ein weiterer Fünfsatzsieg (nach 0:2) und ein 0:3 gegen den an Nummer 2 gesetzten, ehe es zum eingangs erwähnten dramatischen Finale kam. Statt mit 4:3 Siegen teilte er sich mit zwei weiteren Spielern eine 3:4 Bilanz, das „schlechtere“ Satzverhältnis ließ Deng dann nur den 6.Platz.

Für Deng bleibt nun die Hoffnung auf Absagen von Spielern, die bereits für die „Bayerische“ qualifiziert waren oder eben die, die in Putzbrunn die Plätze vor ihm belegten. Unabhängig davon, zeigte er phasenweise tolles Tischtennis, sein Lohn ihm leider versagt blieb.