Traditionspflege ist

in den heutigen Tagen ja nicht mehr so alltäglich. Die „Raccoon Rackets“ wollten, zumindest die sportliche, Traditionspflege weiter leben.

In zwei Jahren Regionalliga startete die SpVgg immer mit einer Niederlage (jew. 3:9). Auch in 19/20 wurde ein Mal mehr diese Tradition gepflegt.

Zum Auftakt hatte es die SpVgg dieses Mal mit dem Drittligaabsteiger SV SCHOTT Jena zu tun. Für die Gäste war es bereits das dritte Saisonspiel, so dass sie schon voll im “Saft“ standen, verbunden mit dem nötigen Selbstbewusstsein. Bevor sie in der Höhle der Raccoons antraten, hatten sie schon ein 4:0 Punktekonto.

Ein weiteres ungünstiges Vorzeichen für die SpVgg war, dass sie auf zwei Stammakteure verzichten musste. Die Flinte aber vorzeitig ins Korn werfen, davon war auf Seiten der SpVgg aber nicht die Rede.

Bereits zum Doppelauftakt hatten die Raccoons die Möglichkeit, eine Führung heraus zu spielen. Die Überkreuzdoppel, hier treten die jeweiligen Spitzendoppel auf die „Zweierdoppel“ beider Teams, sahen die Spitzendoppel im Vorteil, für die SpVgg das Duo Weber/M. Dudek. Welches Team mit einem Vorsprung in den Einzeldurchgang geht, musste also im Vergleich der „Dreierdoppel“ ermittelt werden. Es ging über die volle Distanz und dass es die SpVgg sein könnte, war durchaus gegeben. Leider wurden einige Chancen liegen gelassen und am Ende mussten Deng/Ziermeier ihren Gegnern gratulieren.  Es sollte von insgesamt vier Fünfsatzmatches, der einzige Sieg über die volle Distanz für die Gäste sein.

Bei seinem Comeback gleich erfolgreich. M.Prce (Busy Raccoon). Alle Fotos SpVgg Archiv

Im Einzeldurchgang wurden also drei Fünfsatzspiele von den „Raccoon Rackets“ gewonnen. In der „Regel“ sagt man dann, welches Team die Mehrzahl eben dieser Spiele gewinnt, steht dann am Ende vorne. Beim Auftakt traf dies, zum Leidwesen des Heimteams leider nicht zu. Die Gäste erwiesen sich als der erwartete starke Gegner, deren Ziel der Wiederaufstieg ist. Die Gäste aus der „Optikerstadt“ zeigten sich vor allem auf den Positionen 1-3 überdurchschnittlich besetzt. Vor allem das Spitzenpaarkreuz ließ hier nichts anbrennen, sie ließen Daniel Weber und Michael Dudek nur einen Satzgewinn zu. Dennoch gab es für „Footloose Raccoon“ Weber und „Lab Raccoon“ Dudek, die ein oder Chance auf was Zählbares.

Ebenfalls ein Aktivposten. P.Dudek (Surfer Raccoon)

Die Partien 6-9 sahen dann ein Übergewicht für die SpVgg. Die schon erwähnten Fünfsatzmatches fielen auf die Seiten von „Surfer Raccoon“ Patrick Dudek, „Käpt`n Raccoon“ Matthias Ziermeier und „Busy Raccoon“ Marko Prce. Dass in dieser Phase „Baby Raccoon“ Nick Deng (Jg 2004) leer ausging, war jetzt nicht so verwunderlich, hatte er sich doch mit dem Doppelvizemeister der U21 Europameisterschaft auseinander zu setzen. Soviel zu der illustren Besetzung der Gäste.

Das Seuchenjahr“ scheint überwunden. M.Ziermeier (Käpt`n Raccoon)

Die Thüringer Gäste zeigten sich dann in den Head to Head Partien (1vs.1 etc) als das bessere Team, auch wenn es hier wieder nur Kleinigkeiten waren. Diese zeigten sich vor allem im sog. Aufschlag- und Rückschlagspiel. Nach ihrem 9:2 am Vortag, sackten sie mit  9:4 einen weiteren wertvollen „Zweier“ ein.

Wie immer, gewinnen die Raccoons dieser Niederlage auch was Positives ab. Es war zu einem der „beste“ Auftakt bisher. Nach den beiden letzten Saisonen konnte, trotz Auftaktniederlagen, immer ein positives Fazit gezogen werden.

https://www.mytischtennis.de/clicktt/ByTTV/19-20/ligen/Regionalliga-Herren-Sued/gruppe/357262/spielbericht/11768752/SpVgg-Thalkirchen-vs-SV-SCHOTT-Jena/

Die „Raccoon Rackets“ legen nun einen kleinen Zwischenstopp ein. Böse Zungen behaupten dabei, dass bei der Terminwunschangabe der „Raccoon Rackets“, die Wies`n Zeit eine „übergeordnete“ Rolle spielte.

Sie greifen erst wieder am letzten Oktoberwochenende zu ihren Rackets. Da geht es nach Sachsen Anhalt und treten bei der DJK Biederitz, nähe Magdeburg, (26.10.) und beim SV Aufbau Altenburg (27.10.) an.

Am 1.November (Allerheiligen) geht es zum Nachbarschaftsderby beim TSV Gräfelfing. Das nächste Heimspiel dann am 3.November, da kommt um 13:15 Uhr mit dem TSV Windbach ein alter Bekannter in die Reutberger Straße.