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Leider doch keine Relegation wegen einem unerlaubten Spielereinsatz

Pressemiteilung der Vereinsfürung und Fußball Abteilungsleitung:

Wir, die SpVgg Thalkirchen, nehmen die Entscheidung des Verbandssportgerichts zur Spielwertung der Partie gegen den FC Hertha zur Kenntnis. Das Spiel wurde nachträglich mit 2:0 gegen uns gewertet. Hintergrund ist der Einsatz eines Spielers, der aus Sicht des Gerichts nicht spielberechtigt war.

Wir möchten in diesem Zusammenhang klarstellen, dass es sich aus unserer Sicht um ein bedauerliches Missverständnis in der Kommunikation und der damit verbundenen Konsequenz einer Spielsperre handelt. Der betreffende Spieler hatte nach dem Abpfiff eines Ligaspiels im Rahmen einer Rudelbildung einen Platzverweis erhalten. Diese Rote Karte wurde seitens des Schiedsrichters jedoch nicht im elektronischen Spielbericht (ESB) erfasst, sondern mittels eines Sonderberichts dokumentiert.

Vor dem Einsatz des Spielers hat die SpVgg Thalkirchen aufgrund der unklaren Situation aktiv einem offiziellen Organ des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) nachgefragt und von dort die für uns eindeutige Auskunft erhalten, dass der Spieler spielberechtigt ist. Auf Basis dieser uns schriftlich vorliegenden Auskunft wurde der Spieler in gutem Glauben eingesetzt.

Das Verbandssportgericht ist nun zu einer abweichenden, rechtlichen Bewertung gekommen und hat den Einsatz des Spielers als unzulässig eingestuft. Diese Entscheidung nehmen wir hin,
müssen aber den zugrunde liegenden Sachverhalt und die daraus für uns entstehenden, sportlichen Konsequenzen als nicht nur unsere, sondern als eine Niederlage aller Beteiligter bezeichnen.

Für unseren Verein steht fest:

  • Zu keinem Zeitpunkt bestand die Absicht, gegen Regularien zu verstoßen.
  • Die getroffene Entscheidung, den (vermeintlich gesperrten) Spieler einzusetzen, basierte auf einer vorherigen, schriftlichen Rücksprache mit einem Verbandsvertreter.
  • Die aktuelle Situation sollte den Verbänden die Augen öffnen und als Präzedenzfall dafür dienen, dass Verbesserungen in der Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Sperren und deren Kommunikation geschaffen werden müssen.

Wir werden den Fall intern sorgfältig aufarbeiten und unsere Prozesse weiter schärfen, um vergleichbare Situationen künftig auszuschließen. Gleichzeitig hoffen wir, dass auch seitens der Verbände die Abläufe – insbesondere bei Sonderberichten und deren Verknüpfung mit den offiziellen Spielsystemen – überprüft und weiterentwickelt werden.

Unser Fokus richtet sich nun wieder auf das sportliche Geschehen und die kommenden Aufgaben und die neue Saison.